Vorbeugung

Regel­schmer­zen tra­gen den medi­zi­ni­schen Namen Dys­me­nor­rhoe und sind in allen Alters­klas­sen bis zum Ein­set­zen der Meno­pause weit ver­brei­tet. Vor und wäh­rend der Mens­trua­tion lei­den viele Frauen unter Beschwer­den mit den unter­schied­lichs­ten Sym­pto­men. Die aus­lö­sen­den Fak­to­ren sind oft­mals see­li­scher Stress und ein Hor­mo­n­un­gleich­ge­wicht. Zu den übli­chen Begleit­er­schei­nun­gen zäh­len Unter­leibs­schmer­zen, Krämpfe, Übel­keit, Kopf­schmer­zen, Erbre­chen, Rücken­schmer­zen oder ein all­ge­mei­nes Unwohl­sein. Zual­ler­erst sollte ein Gynä­ko­loge auf­ge­sucht wer­den um orga­ni­sche Ursa­chen und Krank­hei­ten aus­zu­schlie­ßen.
Gegen Regel­schmer­zen kann etwas unter­nom­men wer­den. So sind Hausmittel-Anwendungen sehr hilf­reich um Regel­schmer­zen vor­zu­beu­gen und gegen diese vorzugehen.

Maß­nah­men zur Vor­beu­gung und Lin­de­rung von Menstruationsbeschwerden:

  • Beson­ders viele Frauen lei­den wäh­rend der Mens­trua­tion unter inne­rer Unruhe, Reiz­bar­keit und Stim­mungs­schwan­kun­gen. Dage­gen hel­fen krampf­lö­sende Tee­sor­ten bei­spiels­weise mit Extrak­ten aus Gän­se­fin­ger­k­raut oder Mönchspfeffer.
  • Mit Aro­ma­ölen aus äthe­ri­schen Extrak­ten zum Bei­spiel Wachol­der oder Majo­ran wird die Stim­mungs­lage sta­bi­li­siert. Diese Maß­nah­men sind sehr wohl­tu­end für die innere Ruhe. Zusätz­lich kann mit aus­rei­chend Schlaf und klas­si­scher Musik für Ent­span­nung gesorgt wer­den. Ent­span­nungs­tech­ni­ken wie Yoga, Medi­ta­tion und auto­ge­nes Trai­ning tra­gen wesent­lich zur Lin­de­rung bei.
  • Ein wei­te­res häu­fi­ges Sym­ptom sind Schmer­zen im Unter­leib und Rücken. In die­sem Fall sind Wär­me­be­hand­lun­gen sehr wirk­sam. Ange­nehme warme Ent­span­nungs­bä­der oder Sau­na­be­su­che sind sowohl vor­beu­gend als auch lin­dernd sehr wirk­sam. Auch eine Wärme­fla­sche oder Körn­er­kis­sen auf dem Bauch oder Rücken sind sehr hilf­reich gegen Schmerzen.
  • Um die Becken­re­gion zu ent­kramp­fen und zu ent­span­nen kön­nen leichte Bewe­gungs­übun­gen durch­ge­führt wer­den. Es erfolgt eine bes­sere Durch­blu­tung des Beckens, wodurch sich die Ver­kramp­fun­gen lösen.
  • Regel­schmer­zen wer­den durch regel­mä­ßige sport­li­che Akti­vi­tä­ten nicht nur gelin­dert son­dern wir­ken auch vor­beu­gend. Beson­ders geeig­net wäh­rend der Periode sind Sport­be­tä­ti­gun­gen wie Wal­king oder Fahrradfahrern.

Vor allem hängt das eigene Wohl­be­fin­den vor­wie­gend von einer gesun­den Ernäh­rung ab. Mit einer aus­ge­wo­ge­nen bal­last­stoff­rei­chen Nah­rung kann auch Regel­schmer­zen vor­ge­beugt wer­den. Eine große Anzahl der Frauen lei­den beson­ders in der zwei­ten Zyklus­hälfte an Was­ser­an­samm­lun­gen. Hier emp­fiehlt sich in die­ser Zeit eine sal­z­arme Ernäh­rung. Kaf­fee, schwar­zer Tee oder Cola­ge­tränke soll­ten ein­ge­schränkt kon­su­miert wer­den. Außer­dem ist auf eine aus­rei­chende Vit­amin­zu­fuhr zu ach­ten.
Magne­sium, zur Ent­span­nung der Mus­ku­la­tur, kann zur Vor­beu­gung ver­stärkt auf­ge­nom­men wer­den. Magne­sium ist in Nüs­sen, Voll­korn­reis und Hül­sen­früch­ten ent­hal­ten.
Gegen Begleit­er­schei­nun­gen wäh­rend der Mens­trua­tion, wie zum Bei­spiel Müdig­keit, Blut­ar­mut oder Antriebs­lo­sig­keit hilft eine erhöhte Eisen­auf­nahme einige Tage vor und wäh­rend der Periode. Eisen ist in Wurst und Schwein­ele­ber enthalten.

Tre­ten trotz der vor­beu­gen­den Maß­nah­men Regel­schmer­zen auf, ste­hen auch schmerz­stil­lende Medi­ka­mente zur Ver­fü­gung. Soll gleich­zei­tig ver­hü­tet wer­den, hel­fen auch hor­mo­nelle Ver­hü­tungs­mit­tel Mens­trua­ti­ons­be­schwer­den zu lin­dern. Sehr viele Frauen haben durch die Ein­nahme der Pille keine oder leichte Regel­schmer­zen. Die­ses Mit­tel zur Vor­beu­gung und Ver­hü­tung erfor­dert grund­sätz­lich das Auf­su­chen eines Gynä­ko­lo­gen.
Außer­dem sind einige rezept­freie Schmerz­mit­tel erhält­lich. Doch auf­grund der Neben­wir­kun­gen und der even­tu­el­len Gefahr einer Abhän­gig­keit, soll­ten diese Medi­ka­mente nur für einen kur­zen Zeit­raum ein­ge­nom­men wer­den. Sehr bewährt sind in der medi­ka­men­tö­sen Behand­lung Schmerz­mit­tel mit den Wirk­stof­fen Ibu­pro­fen und Acetylsalicylsäure.

Der monat­li­che Zyklus ver­läuft oft­mals gleich­mä­ßi­ger und beschwer­de­frei, je unbe­las­te­ter und regel­mä­ßi­ger die per­sön­li­chen Lebens­um­stände sind. Wäh­rend der Mens­trua­tion sol­len Frauen sich den­noch wohl füh­len. Ent­span­nungs­tech­ni­ken, Sport, gesunde Ernäh­rung, Kräu­ter­tees sowie ergän­zende Arz­nei­mit­tel hel­fen Frauen dabei, auch wäh­rend der Periode leis­tungs­fä­hig und fit zu sein.

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